Konzerttage Winnenden 2019: Motto: Miteinander.inspiriert

3. Februar bis 9. Februar

Internationale Solisten werden im Februar wieder erwartet: (v.l.n.r.) Peter Nagy Gareth Lubbe, Paul Meyer, Péter Nagy, Natalia Lomeiko, Paul Meyer, Nabil Shehata, künstlerischer Leiter der Konzerttage Claudio Bohórquez. Foto: Stephan Haase
Internationale Solisten werden im Februar wieder erwartet: (v.l.n.r.) Peter Nagy Gareth Lubbe, Paul Meyer, Péter Nagy, Natalia Lomeiko, Paul Meyer, Nabil Shehata, künstlerischer Leiter der Konzerttage Claudio Bohórquez. Foto: Stephan Haase

Die Konzerttage Winnenden 2019 stehen unter der künstlerischen Leitung von Professor Claudio Bohórquez und sind der erste Höhepunkt der Heimattage Baden-Württemberg. Das Festival verbindet internationale Künstler und Ensembles aus Winnenden und aus Baden-Württemberg.

Die Konzerttage Winnenden bilden seit 2015 im zweijährigen Rhythmus einen festen Bestandteil in der Winnender Kulturlandschaft. Das Festival findet daher zum dritten Mal statt und genießt großen Zuspruch beim Winnender Publikum und in der Umgebung. Internationale Solisten befinden sich mit dem künstlerischen Leiter Prof. Claudio Bohórquez für eine Woche in der Stadt und treten gemeinsam in verschiedenen kammermusikalischen Formationen und solistisch auf. Ebenso werden Konzerte von Gastensembles wie dem Stuttgarter Kammerorchester oder dem Landesblasorchester Baden- Württemberg gestaltet. Auch Winnender Kulturschaffende, wie die Tanzakademie Minkov, das Konzertorchester Winnenden und das extra für   die Konzerttage gegründete Festivalorchester Winnenden treten auf.

Programm

Festlich gestartet werden die Konzerttage 2019 am Sonntag, 3. Februar, 19 Uhr mit dem Eröffnungskonzert „Sound of BW“ und dem Landesblasorchester Baden-Württemberg unter der Leitung von Björn Bus in der Hermann-Schwab-Halle in Winnenden. Auf dem Programm stehen eine Komposition von Christian Janssen mit der Vertonung des Badener Lieds und des Hohenzollernlieds. Weiterhin wird die belgische Sandmalerin Colette Dedyn in Johan de Meijs “Der Herr der Ringe (Sinfonie Nr. 1)” kunstvoll Baden-Württemberg in Sandmotiven umsetzen.

Große Orchesterwerke, Geistliche Musik und selten gehörte Komponisten spiegeln die Abendkonzerte der folgenden Tage wieder. Am Mittwoch, 6. Februar, steht um 20 Uhr in der Schlosskirche im Chorkonzert „Meine Seele preist den Herrn“ das berühmte Magnificat von J. Rutter im Mittelpunkt. Weitere Stücke sind das Gloria von A. Vivaldi sowie das Doppelkonzert für Violine und Oboe mit Orchester von J.S. Bach. Es musizieren der Kammerchor Baden-Württemberg und das Winnender Festivalorchester unter der Leitung von Jochen Woll.

Unter dem Titel „Heimat für alle“ bringt das groß besetzte Orchester der Kulturen aus Stuttgart am Donnerstag, 7. Februar, um 20 Uhr selten gehörte Instrumente in der Hermann-Schwab-Halle zum Klingen. Auf dem Programm stehen eigens für das Orchester geschriebene Stücke. Diese führen quer durch die Kontinente unserer Welt. Die Leitung hat Adrian Werum.

Ein klassisches Sinfoniekonzert erwartet die Zuhörer am Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr im Alfred Kärcher Auditorium. In der „Romantischen Klassiknacht“ führen die sieben Solisten der Konzerttage zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester berühmte und hochvirtuose Solokonzerte auf. Bei den Stücken beweist Nabil Shehata, dass er nicht nur ein exzellenter Kontrabassist, sondern auch ein versierter Dirigent ist. Das groß besetzte Triplekonzert von L. v. Beethoven wird von dem Geiger Daishin Kashimoto, Claudio Bohórquez am Cello und dem Pianisten Péter Nagy geboten. Im zweiten Konzertteil übernimmt Gareth Lubbe den Solopart an der Bratsche bei B. Brittens „Lacrymae“. Prof. Natalia Lomeiko ist die Solistin bei P. I. Tschaikowskys „Valse und Scherzo“ C-Dur op. 34 für Violine und Orchester. W. A. Mozarts bekanntestes Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 wird von Paul Meyer selbst am Instrument geleitet.

Bei den Konzerttagen 2019 wieder dabei: Gareth Lubbe an der Bratsche, Paul Meyer an der Klarinette und Nabil Shehata als Dirigent. Foto: Stephan Haase
Bei den Konzerttagen 2019 wieder dabei: Gareth Lubbe an der Bratsche, Paul Meyer an der Klarinette und Nabil Shehata als Dirigent. Foto: Stephan Haase

Das Abschlusskonzert „Glanzlichter in Winnenden“ am Samstag, 9. Februar, um 20 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle gestalten drei Orchester aus Winnenden unter der Leitung von Mathias Mundl gemeinsam: das Winnender Festivalorchester, das Konzertorchester Winnenden und das Sinfonische Orchester der Musikschule spielen zum Abschluss den Dancon Nr. 2 von G.J.G. Márquez. Dieser groß besetzte Tanz aus Südamerika wurde durch die Aufführung des Simon Bolivar Orchester unter der Leitung von Gustavo Dudamel bekannt. Das Abendprogramm beginnt mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda und dem Solisten Jakob Spahn, der mit dem Festivalorchester das unkonventionelle und virtuose Werk, das die Grenzen des Instruments auslotet, aufführt. Das Konzertorchester Winnenden führt das Konzert für Oboe und Orchester a-moll von Hugo Schuncke auf, der am Stuttgarter Hof im 19. Jahrhundert musikalisch gewirkt hatte. Solist ist Marin Tinev, der seit vielen Jahren in Winnenden lebt, u.a. im Staatsorchester Stuttgart spielt und an der Musikschule Winnenden einen Lehrauftrag innehat. Das Sinfonieorchester der Stadtjugendmusikschule spielt den von William Walton komponierten Crown Imperial. Dieser ist im Gesamtprogramm gleich zweimal vertreten: er bildet zugleich den Beginn und den krönenden Abschluss der Konzerttage 2019.

Erneut treten drei Klangkörper zum Abschluss der Konzerttage  zusammen auf und verschmelzen zu einem großen Orchester: Sinfonisches Orchester der Musikschule, Konzertorchester Winnenden und das Winnender Festivalorchester unter der Leitung von Mathias Mundl. Foto: Stephan Haase
Erneut treten drei Klangkörper zum Abschluss der Konzerttage zusammen auf und verschmelzen zu einem großen Orchester: Sinfonisches Orchester der Musikschule, Konzertorchester Winnenden und das Winnender Festivalorchester unter der Leitung von Mathias Mundl. Foto: Stephan Haase

Musikkabarett & Aufführung für Kinder

Im Programm der Konzerttage finden sich auch Veranstaltungen, die sich gezielt an Kinder und auch ein breiteres Publikum wenden. Am Dienstag, 5. Februar, um 20 Uhr zeigt Lars Reichow, der vielfach ausgezeichnete Kabarettist, wie er sein Können am Klavier kunstvoll mit seinem feinen Humor verbinden kann. Im „Wunschkonzert, Best of Klaviator“ bleibt kein Auge trocken, wenn Reichow zum Rundumschlag ausholt.

Pianist und Kabarettist Lars Reichow wird das Publikum mit seinem humorvollen Best-of Programm unterhalten. Foto: Mario Andreya
Pianist und Kabarettist Lars Reichow wird das Publikum mit seinem humorvollen Best-of Programmunterhalten. Foto: Mario Andreya

Mit „Dornröschen“ wird am Montag, 4. Februar, um 17 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle ein Klassiker des Handlungsballetts zur Musik von P. I. Tschaikowsky von der Tanzakademie Minkov aufgeführt. Eigens für die Konzerttage erarbeiten die Ballettpädagogen Elena Pavlova, Svetlana Godunova, Nikolai Godunov und Vesselin Minkov mit Kindern und Jugendlichen, sowie der eigenen Akademie das Ballettmärchen. Zusätzlich wurden die Solisten Vesela Vasileva und Anton Ivanov der Ballettkompanie Staatsoper Ruse in Bulgarien engagiert, die die beiden Hauptrollen tanzen werden.

Die Tanzakademie Minkov verzaubert mit dem Märchenballett Dornröschen verzaubert das Publikum wie bereits bei den Konzerttagen 2017, als der Karneval der Tiere aufgeführt wurde. Foto: Stephan Haase
Die Tanzakademie Minkov verzaubert mit dem Märchenballett Dornröschen verzaubert das Publikum wie bereits bei den Konzerttagen 2017, als der Karneval der Tiere aufgeführt wurde. Foto: Stephan Haase

Kammermusik mit den Internationalen Solisten

Die erneut hochkarätig besetzte Solistenriege ist neben dem Orchesterkonzert auch in kleineren Besetzungen zu erleben. Mit einem facettenreichen     Programm stellen sich die Solisten in verschiedenen Besetzungen von Solobeiträgen über Duo- und Quartettbesetzungen bis hin zu einem Oktett vor.

Die Solisten wirken am 4. Februar um 20 Uhr bei einer Extraveranstaltung der städtischen Kulturreihe wort + ton mit, die unter der künstlerischen Leitung von Professor Markus Hadulla steht. Bei dieser SCHUBERTIADE liest Elisabeth Verhoeven zwischen den Musikstücken aus dem Roman „Schubert“ von Peter Härtling. Es erklingen Ausschnitte aus der Arpeggione-Sonate, dem „Forellenquintett“, die Fantasie f-Moll D940 für Klavier zu vier Händen, dem Trio Es-Dur D929 und aus dem Werk „Der Hirt auf dem Felsen“.

Die beiden Kammermusiken mit allen Solisten finden am Dienstag, 5. Februar um 18 Uhr und am Samstag, 9. Februar, um 16 Uhr im Andachtsaal des Klinikums Schloß Winnenden statt. Diese Kammerkonzerte stehen im Lichte der städtischen Konzertreihe Winnender Schlosskonzerte, deren künstlerische Gesamtleitung Professor Claudio Bohórquez innehat. In beiden Konzerten stehen Werke vom Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik und aus der Heimat der jeweiligen Komponisten auf dem Programm. Hier erklingen Werken von J. S. Bach, M. Ravel, und moderne Komponisten wie G. Gershwin und T. Takemitsu. Speziell für die Winnender Konzerttage spielen alle Solisten das von Gareth Lubbe arrangierte Stück Ubuntu. Das Werk stammt aus seiner Heimat Südafrika und bedeutet übersetzt Menschlichkeit. Die Aufführung von Pablo Casals „Gesang der Vögel“ ist eine Verneigung vor dem großen Cellisten, dessen Cello Claudio Bohórquez nach dem Gewinn des Kronberg Wettbewerbs als Leihgabe spielen durfte und so seine Karriere fulminant startete. Bei dem „Gassenhauer-Trio“ op. 11 von F. v. Beethoven spielen die Musiker in der Besetzung Paul Meyer an der Klarinette, Claudio Bohórquez am Cello und Eric Lesage am Klavier, der erstmals bei den Konzerttagen als Solist dabei ist.

Die Konzerttage sind ein Festival mit Lokalkolorit, das sich besonders im Engagement lokaler Kulturschaffender im einwöchigen Haupt- und Rahmenprogramm zeigt.

Bei den „Wandelkonzerte“ laden die verschiedenen Kirchengemeinden vormittags um jeweils 11 Uhr in ein einstündiges Konzert mit lokalen Musikschaffenden und engagierten Kirchenmusikern ein. Anschließend bietet sich die Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch. Diese Konzerte sind kostenfrei.

Oberbürgermeister  Hartmut Holzwarth begrüßt junge Musiker im Rathaus, die für eine Stunde den Verwaltungssitz in einen Konzertsaal verwandeln. Foto: Stephan Haase
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth begrüßt junge Musiker im Rathaus, die für eine Stunde den Verwaltungssitz in einen Konzertsaal verwandeln. Foto: Stephan Haase

Ganz besonders wertvoll sind die Schulbesuche der internationalen Solisten bei dem Education- Programm „Musik für junge Ohren“. Hier stellen sich die Musiker den Fragen der Schüler und berichten, warum sie sich entschieden haben Profimusiker zu werden. Anschließend können Autogramme erhalten und Fotos gemacht werden. Ebenso können Schulklassen die Solisten in Generalproben besuchen und die intensive Probenarbeit erleben.

Umringt von neugierigen Schülerinnen und Schülern spielen die Solisten für die Kinder, stellen sich anschließend ihren Fragen und schreiben Autogramme. Foto: Stephan Haase
Umringt von neugierigen Schülerinnen und Schülern spielen die Solisten für die Kinder, stellen sich anschließend ihren Fragen und schreiben Autogramme. Foto: Stephan Haase

Zum Ausklang der Festivalwoche lädt die Winnender Musiknacht am Freitagabend, 8. Februar ab 21 Uhr zu einem abwechslungsreichen Abend in verschiedene teilnehmende Locations ein. Quer durch die Stadt treten dann wieder Bands, klassische Ensembles und DJs auf. Der Eintritt ist frei.

Das Format „Musik im Pflegeheim“ wird ehrenamtlich durch Angelika Bochnig und Daniel Beutler aus Winnenden organisiert. So werden kleinere musikalische Überraschungen durch Musikgruppen und Chöre zu den Bewohnern in Winnender Pflegeeinrichtungen gebracht, die selbst nicht oder nicht mehr ins Konzert gehen können. Der Besuch dieser Konzerte ist den Heimbewohnern und den Angehörigen vorbehalten.

Eintrittskarten & Abonnements

sind bei ReserviX online auf www.reservix.de und an allen Vorverkaufsstellen in Winnenden und Umland seit dem 7. November erhältlich. Telefonische Bestellungen unter +49 (0) 7195 924169 in Winnenden oder direkt über ReserviX unter +49 (0) 1806 700 733 von Montag bis Freitag an Wochenenden und Feiertagen.Neben Einzelkarten können auch spezielle Abonnements gebucht werden.